Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Begegnung. Bei sommerlichem Wetter wurde auf dem Gelände des Max Brauer Hauses gelacht, erzählt, getanzt und gemeinsam gefeiert. Kaffee und Kuchen luden zum Verweilen ein, während ein abwechslungsreiches musikalisches Programm für gute Stimmung sorgte.
Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Gruppe „Windmoel“ mit plattdeutschen Liedern, Oliver Schmidt-Morsbach mit Schlagern und Juraj Sivak mit Klavier und Gesang. Auch die Line-Dance-Gruppe des Max Brauer Hauses zeigte ihr Können und sorgte für ausgelassene Stimmung.
50 Jahre – ein Haus mit besonderer Geschichte
Das Jubiläum bot aber auch Gelegenheit zurückzublicken. Und so stand die lange Geschichte des Hauses im Mittelpunkt der Ansprachen. Christina Baumeister, Geschäftsführerin der Alida Schmidt-Stiftung, Hans-Peter Strenge, Vorstandsvorsitzender der Alida Schmidt-Stiftung, Thomas Ritzenhoff, Bezirksamtsleiter Hamburg-Wandsbek, und Rüdiger Harms, Vorsitzender des Bewohnenden-Beirats erinnerten an die Entwicklung des Max Brauer Hauses und an die vielen Menschen, die es in den vergangenen fünf Jahrzehnten geprägt haben. Dabei wurde auch deutlich, welche Bedeutung die Einrichtung über die Jahre für ihre Bewohnerinnen und Bewohner und für den Stadtteil gewonnen hat.
Besonders anerkennende Worte fanden die Redner*innen für Nicola Baumotte, die engagierte Leiterin des Max Brauer Hauses. Ihr persönlicher Einsatz für die Bewohner*innen wurde ausdrücklich gewürdigt. Ihr Engagement steht stellvertretend für die vielen Menschen, die sich täglich dafür einsetzen, dass das Max Brauer Haus ein lebendiger Ort der Gemeinschaft bleibt.
Ein Vorzeigeobjekt seiner Zeit
Die Geschichte des Max Brauer Hauses begann 1976. Damals wurde die Seniorenwohnanlage mit 195 Wohnungen in sechs Gebäuden sowie knapp 60 stationären Pflegeplätzen eröffnet. Von Anfang an verfolgte die Alida Schmidt-Stiftung dabei ein für die damalige Zeit fortschrittliches Konzept: Selbstständiges Wohnen und professionelle Unterstützung wurden miteinander verbunden.
Das Max Brauer Haus war damit ein Vorzeigeobjekt für modernes Seniorenwohnen. Das Konzept fand auch über Hamburg hinaus Beachtung. Delegationen aus ganz Europa besuchten die Anlage, um sich über die Verbindung von selbstständigem Wohnen und Pflege zu informieren.
Was damals innovativ war, hat bis heute nichts von seiner Bedeutung verloren: älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und gleichzeitig Sicherheit, Unterstützung und Gemeinschaft anzubieten.
Natürlich hat sich das Haus in den vergangenen 50 Jahren verändert. Die stationäre Pflege wurde 2020 eingestellt, heute stehen die 195 Service-Wohnungen im Mittelpunkt. Der Grundgedanke ist jedoch geblieben: Das Max Brauer Haus soll ein Ort sein, an dem Menschen mit geringem Einkommen gerne leben und sich zuhause fühlen.
Gemeinsam in die Zukunft
Das Jubiläum bot nicht nur einen Rückblick, sondern auch einen Blick in die Zukunft. Das Max Brauer Haus soll in den kommenden Jahren umfassend modernisiert und weiterentwickelt werden. Geplant sind zusätzliche moderne und barrierefreie Wohnungen. Gleichzeitig soll der besondere parkähnliche Charakter der Anlage erhalten bleiben.
Sehen Sie hier ein Kurzvideo des Jubiläums auf Instagram.
50 Jahre Max Brauer Haus – ein Jubiläum, das verbindet



