Nimm Dich selbst ernst. Nicht perfekt, sondern echt.

Eine Abschiedsrede aus dem Frühling 2026

Hallo Ihr alle, 

dass ich heute hier vor Euch allen stehen würde, um meine Abschiedsrede zu halten, hätte ich mir noch vor ein paar Wochen überhaupt nicht vorstellen können. 

Doch jetzt steh ich hier, um mich nun, nach fast 15 Wochen bei Euch und dem Hansenbarg-Team zu verabschieden. 

Ich muss sagen, es fällt mir wirklich schwer 

Als ich hier am 02. Dezember ankam, war ich sehr unsicher und hatte große Angst vor dem, was auf mich zukommen würde. Ich konnte mir nicht vorstellen, 13 Wochen hier zu sein. 13 Wochen das klingt echt lange. 13 Wochen, weit weg von zu Hause, weit weg von meinen Liebsten. Das Neue und Ungewisse hat mich echt fertig gemacht. Aber, was soll ich sagen, ich wurde hier vom ersten Moment an gleich super aufgenommen. Vor allem, von meiner Gruppe 4, die mir sehr viel Halt gab und auch vom Hansenbarg-Team. Hier wurde ich freundlich in Empfang genommen, mir wurden meine Ängste genommen und so mein Start total erleichtert. 

Die Zeit hier ist vergangen wie im Flug. Mir kommt es vor, als wäre ich erst gestern hier eingezogen. 

In dieser Zeit habe ich viele tolle Menschen kennenlernen dürfen. Für Einige von Ihnen bin ich sehr dankbar. 

Ich war gerade zwei Wochen hier, da wurde hier eine große Weihnachtsfeier veranstaltet. Das war ein perfekter Tag. Es gab leckeres Essen, Kaffee, Plätzchen. Super war die Livemusik der Band und die vielen Darbietungen, die mit so viel Liebe und Freude vorgetragen wurden. 

Weihnachten und Silvester habe ich hier verbracht. Ich war ohne meine Familie und fühlte mich alleine. Aber ich war nicht alleine. So viele liebe Menschen haben sich sehr viel Mühe gegeben und dazu beigetragen, uns trotz der schweren Zeit, schöne Feiertage zu bereiten. Sogar mit Bescherung am Heiligabend und dank unserem D. hatten wir Silvester sogar ein tolles Feuerwerk. Nicht zu vergessen sind die beiden Gruppenausflüge meiner Gruppe, an denen ich teilnehmen konnte. Ich hatte so viel Spaß, wie lange nicht. Und ja, es geht auch ohne Alkohol 

Zu mir kann ich sagen, dass ich hier viele schöne Momente hatte, aber auch ganz oft Zeiten, in denen es mir überhaupt nicht gut ging. Hier wurde ich immer aufgefangen, wenn ich nach Hilfe fragte oder mir einfach meinen Kummer von der Seele reden wollte. Irgendjemand war immer für mich da. 

Hier habe ich endlich zu mir selbst gefunden, so viel über mich erfahren und mich neu kennengelernt. 

Ich habe sehr sehr viel gelernt: in den Gruppen, den Gesprächen der Gruppe 4 und durch Herrn K.. Der mich sehr engagiert durch meine Zeit hier im Hansenbarg begleitet hat. Ihm hab ich vertraut und er konnte mir in so vielen Dingen die Augen öffnen. Außerdem hatte er immer gute Ratschläge für mich parat. Vielen lieben Dank dafür. 

Neben meinem vielen Gepäck, nehme ich einen großen Rucksack voller Werkzeug für mein neues Leben mit nach Hause. Ich nehme mein Leben jetzt selbstbestimmend in die Hand und erobere mir meine Freiheit zurück, die der Alkohol mir genommen hatte. 

Ich bedanke mich beim gesamten Team vom Hansenbarg, welches mit so viel Mühe und Menschlichkeit versucht, uns das Leben hier so angenehm wie möglich zu gestalten, außerdem bei der besten Gruppe – 4, bei Frau S. aber vor allem bei Herrn K.. 

Jetzt hab noch eine kurze Sache, die ich Euch mit auf den Weg geben möchte: 

 

Nimm Dich selbst ernst. Nicht perfekt, sondern echt. 

Wie ein Kind, das mit schmutzigen Knien, klarem Blick 

und erstaunlich viel Mut durchs Leben geht. 

Selbstachtung ist kein Luxus. 

Sie ist das feste Schuhwerk der Seele. 

Ohne sie stolpert man ständig über fremde Erwartungen 

und wundert sich, warum es so anstrengend ist. 

Also lächle, lass Dich nicht unterkriegen und sag: 

Ich bin nicht perfekt, aber ich bin echt. 

Und das reicht völlig. 

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch alles Gute. 

Danke für´s Zuhören und - TSCHÜß

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